Ein guter Freund von mir aus England, der trotz einer nicht unbeachtlichen Sprachbegabung letztendlich Physiker geworden ist, hat oft gesagt, er als Laier möge die schlichte Wucht der deutschen Sprache.Beispiel nennt er aus den Texten zu klassischer Musik - da kommen seine Deutschkentnisse her. Was ja heißt, dass er eine passable Wehklage um Brünhild über die Lippen bringen kann, aber noch nicht in der Lage ist, ein Brötchen zu bestellen. Aber nun gut.
Woran er besonderes Gefallen finde: Dass das Deutsche immer noch auch in der gesprochenen Sprache das schlichte Präsens verwendet. Im Englischen muss ich fast immer die zusammegesetzte Form nehmen: also "we are eating" und nicht "we eat" oder "we are standing" und nicht "we stand". Weniger Wörter, dafür mehr Ausdruckskraft habe das Deutsche, so der Freund, der allzu offenbar nie in Deutschland lebt und nicht um Wörter wie "Verpflegungsmehraufwendungentagespauschale" weißt.
Aber in einigen Fällen stimmt's.
So ein schlicht-schöner Satz voller breiten, kräftigen Vokalen, dass diesem Freund bestimmt gefallen würde: Das Buch steht.
Es ist so weit! Ab diesem Wochenende darf ich nicht mehr an dem Lost-in-Deutschland-Buchmanusprikt rumfeilen. Ab in den Satz! (Bei dem Satz ebenfalls freut sich der Fan deutscher Schlichtheit)
Und wer lesen will, wie ich aus dem schon unaussprechbaren obigen Wort Verpflegungsmehraufwendungentagespauschale ein noch größeres Monstrum baue, so wie andere belustigende Angelegenheiten und unterhaltsamen Erfahrungen, der kann immer noch bis zum 13. September bei Amazon vorbestellen.
Danach kann er ja auch bestellen: aber dann ist es nicht mehr vorbestellen, eben.
2 comments:
Hey Brian,
Glückwunsch!
Freue mich drauf.
oh oh! congratulations, here here, and all that. looking forward to seeing it as welll...
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